VITA
„(…) unerhörter orchestraler Zwischentöne, vokaler Farb- und Dynamikdifferenzierungen und flüssiger, auf natürliche Weise richtiger Tempi: Sie bewirkt nachgerade das Wunder einer Intensivierung durch Zurücknahme“
- concerti.de
Die Vielseitigkeit von Johanna Sollers künstlerischem Schaffen spiegelt sich in
ihrer Tätigkeit als Dirigentin, Cembalistin, Organistin und Hochschullehrerin wider.
Verwurzelt in der historischen Aufführungspraxis, bildet besonders die Leidenschaft für das Wort und die Sprache die Basis ihrer musikalischen Arbeit.
Seit 1. Mai 2025 ist sie Künstlerische Leiterin der Nederlandse Bachvereniging, deren Tournee mit Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion sie 2024 dirigierte.
Zur Saison 2023/24 wurde sie zur Künstlerischen Leiterin des Münchener Bach-Chors und Bach-Orchesters ernannt und wird diese Position noch bis Juli 2026 innehaben.
Mit dem von ihr gegründeten Barock-Ensembles capella sollertia widmet sie sich auch unentdecktem Repertoire und legte zu Beginn des Jahres 2026 eine erstmalige Gesamteinspielung der Kantaten Johann Ludwig Bachs in der Abschrift Johann Sebastian Bachs beim Label Ricercar vor, die von der Fachpresse begeistert aufgenommen und mit dem Preis der Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde.
„Harnoncourts Klangrede - hier wird sie Ereignis“
- concerti.de
Johanna Soller arbeitet als Gastdirigentin sowohl mit Originalklang-Ensembles, als auch modernen Orchestern zusammen, darunter das Orchestra of the Age of Enlightenment, das B’Rock Orchestra, die Kammerakademie Potsdam, die Münchner Symphoniker und das Dunedin Consort.
Zukünftige Höhepunkte umfassen Engagements beim Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Antwerp Symphony Orchestra, dem BBC Philharmonic Orchestra, der Bachstiftung St. Gallen und Anima Eterna Brugge.
Im Bereich Musiktheater leitete sie zuletzt die Neuproduktion von Georg Friedrich Händels Susanna an der Opera North und Johann Christian Bachs Zanaida an der Potsdamer Winteroper. Als versierte Continuo-Spielerin musizierte sie außerdem mit Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester und Vox Luminis.
„(...) Johanna Soller spielte das Cembalo herzergreifend. Mit ihren Bewegungen war es so, als trüge sie ihr Gefühl in die Klänge: Sie weckte das Cembalo zu neuem Leben.“
- Hessische Niedersächsische Allgemeine
Bis 2026 unterrichtete Johanna Soller an der Hochschule für Musik und Theater München eine eigene Oratorien-Klasse, sowie Generalbass- und Partiturspiel. Sie gibt regelmäßig Masterclasses und Workshops und arbeitete unter anderem mit Det Norske Solistkoret Ung in Oslo und dem Talent Norge im Rahmen einer Dirigier-Masterclass mit dem Schwedischen Rundfunkchor zusammen. 2027 wird sie als Gast Projekte am CNSMD Paris, der Royal Academy of Music n London und der Julliard School in New York leiten.
Von 2016 bis 2025 war Johanna Soller als Haupt-Organistin an Münchens ältester Stadtpfarrkirche St. Petertätig. Solo-Konzerte führten sie zu bedeutenden Konzertreihen, darunter in die Kathedralen von Riga, Passau, St. Gallen, Paderborn, die Stuttgarter Stiftskirche, St. Jacobi Hamburg, St. Lorenz Nürnberg, die Philharmonie im Münchener Gasteig und München St. Michael.
„(...) ihre stilistische Bandbreite und ihre ganz eigene Kombination aus Emotionalität, gebündelter Energie und intelligentem Aushorchen der Partitur.“
- Bayerischer Kunstförderpreis 2020
Johanna Soller studierte in München Cembalo und Historische Aufführungspraxis bei Christine Schornsheim, Dirigieren, Orgel und Kirchenmusik und war Stipendiatin im Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats, des Deutschen Musikwettbewerbs und Preisträgerin des Internationalen Musikwettbewerbs Prager Frühling. 2020 wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet, 2023 mit dem Eugen-Jochum-Preis für Dirigent:innen.
Stand 2026